Kombiticket Museumskomplex Kathedrale Florenz

Kombiticket Museumskomplex Kathedrale Florenz

Wichtigste Kunstwerke und Architektur - alle 5 Stätten des Kathedralenkomplexes Florenz mit unserem praktischen Kombiticket!

Fünf unvergleichliche Erlebnisse erwarten Sie im Herzen von Florenz!

WICHTIGER HINWEIS: Der Zugang wird Besuchern, die sich ohne das von uns verschickte Ticket einfinden, NICHT GESTATTET werden. Die Zahlungsbestätigung der Bank ist kein gültiges Ticket und ermöglicht den Zugang nicht.

Sie können hier das Kombitickets für alle Sehenswürdigkeiten des „Großen Museums“ der Kathedrale von Florenz online erwerben. Das „Große Museum“ schliesst die folgenden fünf Museumsstätten des monumentalen Komplexes der Kathedrale Santa Maria del Fiore ein:

  • Galleria dell'Opera Santa Maria del Fiore (Museum der Kathedrale)
  • Die Kuppel von Brunelleschi
  • Glockenturm von Giotto
  • Baptisterium San Giovanni
  • Ruinen von Santa Reparata

Entdecken Sie die Schätze der Kathedrale von Florenz in einem der wichtigsten Kirchenmuseen Italiens, dem Museo dell'Opera del Duomo. Besteigen Sie die von Filippo Brunelleschi erbaute Kuppel der Kathedrale von Florenz, eines der grossen Meisterwerke der Architektur. Erklimmen Sie den Glockenturm von Giotto, der als schönster Italiens gilt. Besuchen Sie das das Baptisterium San Giovanni, das "achtseitige Wunder von Florenz". Machen Sie eine Reise in die Vergangenheit, und besichtigen Sie die archäologische Ausgrabungsstätte der frühchristlichen Basilika von Florenz von Santa Reparata, die unter der heutigen Kathedrale liegt. Zugang zu allen fünf Kunststätten ist in diesem praktischen Kombiticket inbegriffen!

  • Das im Vorverkauf erworbene Kombiticket ermöglicht einen Zutritt zu jeder der fünf Stätten des Komplexes der Kathedrale von Florenz. Einen zweiten Zutritt zur gleichen Stätte ermöglicht das Kombiticket NICHT.
  • Das im Vorverkauf erstandene Kombiticket gewährt dem Besucher keinen Vorrang beim Einlass zu den Stätten.
  • Die Zeitreservierung für den Dom, zwingend notwendig, kostenlos und nach Verfügbarkeit, kann später, ein Ticket auf einmal.
  • Kombiticket muss bis spätestens Mitternacht des sechsten Tages ab dem beim Kauf ausgewählten Datum benutzt werden, und ist für 48 Stunden ab dem Eintritt in das erste Gebäude/Museum gültig.
  • Kombiticket enthält einen von den Drehkreuzen an den Eingängen der einzelnen Stätten lesbaren Barcode.
  • WICHTIG: Fehler bei der Auswahl der zum Zeitpunkt des Besuchs werden nicht erstattet.
  • Kunden mit Kombiticket werden gebeten, direkt zum Eingang der jeweiligen Museumstätte zu gehen, ohne Umweg über die Kasse. Wir wissen nicht, wegen der Schwierigkeit des Lesens des Strichcodes an der Eintritts empfehlen die Verwendung der Tablette.
  • Ihr Ticket ist persönlich und nicht übertragbar.

** Achtung Gruppen: für die korrekte Ausgabe von Eintrittskarten beträgt die maximale Anzahl der pro Bestellung verfügbaren Tickets 10. Für Gruppen von mehr als 10 Personen ist es daher notwendig, für jeweils 10 Personen, oder einen zusätzlichen Bruchteil dieser Zahl (10), gleichzeitig zu bestellen.**

Sparen Sie Zeit bei der Bestellung: Fügen Sie Ihrem Warenkorb Tickets für alle von Ihnen erwünschten Museen und Dienstleistungen zu, füllen Sie dann das Formular aus und senden Sie Ihre Bestellung.

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Stornierungen:

Tickets können nicht storniert werden und sind NICHT rückvergütbar.

WEEKEND in ITALY erstattet die gesamten Ticketkosten, einschließlich der Gebühren, NUR wenn die Museumsstätte / das Kirchengebäude während der gesamten Gültigkeitsdauer des Tickets geschlossen bleibt.

WICHTIGE VERHALTENSREGELN:

Der monumentale Komplex von Santa Maria del Fiore ist vor allem ein Ort der Anbetung. Besucher werden gebeten, ein paar einfache Regeln zu respektieren. Das im voraus bezahlte Ticket garantiert den Zugang oder Aufenthalt im Kathedralskomplex NICHT. Sollten Sie wählen, die folgenden Regeln nicht zu respektieren, ist es durchaus möglich, dass Sie aufgefordert werden, den Kirchenkomplex zu verlassen.

  • Angemessene Kleidung ist erforderlich - Arme, Schultern, und Beine muessen bedeckt sein. Besonderes Augenmerk auf diesen Punkt; der Zugriff auf den Dom, dem Baptisterium und der Krypta wird ohne entsprechende Kleidung verwehrt werden.
  • Bitte respektieren Sie die Stille
  • Bitte schalten Sie Ihre Handys und andere elektronische Geräte aus
  • Weder essen noch trinken sind erlaubt
  • Haustiere sind nicht erlaubt
  • Kunstwerke dürfen nicht berührt werden
  • Rauchen verboten
  • Die Benutzung von Blitzlicht oder Stativ ist nicht erlaubt
  • Nicht erlaubt die Eingabe mit der große Koffer
  • Kleiderschrank nicht vorhanden

Schließung ohne vorherige Ankündigung aufgrund außergewöhnlicher Ereignisse sowie von Messen und Konzerten ist jederzeit möglich.

Entdecken Sie die Schätze der Kathedrale von Florenz in einem der wichtigsten Kirchenmuseen Italiens, dem Museo dell'Opera del Duomo. Besteigen Sie die von Filippo Brunelleschi erbaute Kuppel der Kathedrale von Florenz, eines der grossen Meisterwerke der Architektur. Erklimmen Sie den Glockenturm von Giotto, der als schönster Italiens gilt. Besuchen Sie das das Baptisterium San Giovanni, das "achtseitige Wunder von Florenz". Machen Sie eine Reise in die Vergangenheit, und besichtigen Sie die archäologische Ausgrabungsstätte der frühchristlichen Basilika von Florenz von Santa Reparata, die unter der heutigen Kathedrale liegt. Zugang zu allen fünf Kunststätten ist in diesem praktischen Kombiticket inbegriffen!

  • Galleria dell'Opera di Santa Maria del Fiore (Dommuseum)
  • Die Kuppel von Brunelleschi - Wunder der Architektur
  • Glockenturm von Giotto - der schönste Campanile Italiens
  • Baptisterium San Giovanni - das "achtseitige Wunder von Florenz"
  • Krypta von Santa Reparata - die archäologische Ausgrabungsstätte der frühchristlichen Basilika von Florentia

Dommuseum – Galleria dell'Opera di Santa Maria del Fiore

Die Galleria dell'Opera di Santa Maria del Fiore (Dommuseum) beherbergt viele der Kunstwerke, die ursprünglich für die Basilika Santa Maria del Fiore, den Dom (Duomo) von Florenz, erstellt wurden. Die großartige Sammlung macht aus diesem Museum eines der wichtigsten Kirchenmuseen Italiens.

Das Museo dell'Opera del Duomo wurde im Jahre 1891 eingeweiht. Der ursprüngliche Museumsbau basierte auf einem Entwurf des Architekten Luigi del Moro. Er wurde nach dem katastrophalen Hochwasser des Jahres 1966 renoviert. Die heutige Gestaltung wurde im Dezember 1999 vollendet. Der vorliegende Palazzo wurde über einen früheren Bau aus dem Jahre 1400 erbaut.

Seit dem Ende der 19. Jahrhunderts empfängt das Museum einen ununterbrochenen Zustrom von Kunstwerken, die aus ihrer Platzierung im Aussenbereich der Kathedrale, des Baptisteriums, und des Glockenturms aus Konservierungsgründen entfernt wurden.

Aus diesem Grunde ist die Sammlung Zeuge einer typisch florentinischen Tradition der bildenden Kunst – eine Tradition, die während der verschiedenen Bauphasen von Santa Maria del Fiore gebildet wurde, und sich im Lauf der Jahrhunderte weiterentwickelte.

Ein typisches Beispiel ist die erste Fassade, die bis zum Jahre 1587 erhalten blieb, bis der Großherzog – von Bernardo Buontalenti im Rahmen des neuen städtebaulichen Programmes beraten – sie abreißen und mit einem modernen Projekt ersetzen ließ, welches wiederum seine endgültige Form erst 1871 fand. Da diese Entwicklung die Verwendung der Original-Skulpturen ausschloss, sind diese im Museum zu besichtigen.

Im Erdgeschoss befinden sich die Originalstatuen von Arnolfo di Cambio für die erste Teilfassade der Kathedrale, sowie Ghibertis unlängst restaurierte Originaltafeln für die Portale des Baptisteriums. Hier können Sie auch einen Raum besichtigen, der eine Kapelle mit dem berühmten Reliquienschrein mit dem Buch Paulus enthält.

Eine monumentale Treppe bringt Sie direkt vor einen der Hauptschätze des Museums: die zweite der drei Pietas von Michelangelo.

Im zweiten Stockwerk befindet sich der Raum der „Cantorias“ Basreliefskulpturen von Luca Della Robbia und Donatello. Sie stammen aus dem Dominneren und gelten sowohl von architektonischen als auch plastischen Gesichtspunkten her zum Bedeutendsten der florentinischen Renaissanceskulptur. Hier haben Sie auch die Möglichkeit, die herrlichen Originale der Statuen, die für die Nischen des Campanile geschaffen wurden, von Nahem zu sehen.

Der Nebenraum zeigt die hexagonalen und rautenförmigen Tafeln für Giottos Campanile von Andrea Pisano, Alberto Arnoldi, Luca Della Robbia, und anderen. Skulpturen des 16. und 17. Jahrhunderts aus toskanischer Schule sind ebenfalls Teil der Sammlung des Museums. Die neuen Nebenräume enthalten verschiedene Holzmodelle für die Kuppel, sowie das von Filippo Brunelleschi zu ihrem Bau verwendete Werkzeug.

Neben dem Raum der Cantorias finden Sie den Raum des Domschatzes. Er enthält liturgisches Mobiliar, einschließlich einer Reihe von Reliquien aus dem 13. bis 18. Jahrhundert, ein vielleicht durch Luca Della Robbia emailliertes Prozessionskreuz, und mehrere goldbestickte Tapisserien. Donatellos Holzskulptur der Magdalena sowie der prächtige Altar von San Giovanni,

Meisterwerk der Florentiner Goldschmiedekunst (1366-1480) nehmen die Mitte des Raumes ein.

Er wurde von Künstlern wie Michelozzo, Verrocchio, Antonio del Pollaiolo und Bernardo Cennini realisiert. Sowohl der Altar als auch das Kreuz von Pollaiolo darüber wurden für das Baptisterium geschaffen.

Wichtige Ausstellungsstücke sind die drei Antiphonare und ein Gradual mit Miniaturen aus dem 16. Jahrhundert. Es handelt sich dabei um vier der nur 58 Codices, die die Flut im Jahre 1966 überstanden haben.

Für die obere Etage ist ein Lernbereich für Kinder sowie ein Lernzentrum für Blinde mit einer privilegierten Route, die auch das Berühren von Statuen erlauben wird, geplant.

Die Nutzung der Räumlichkeiten dieses Museum ist jedoch nur vorübergehend. Ein neues Museum wird dank der kürzlich erfolgten Übernahme des angrenzenden Gebäudes entstehen. Es handelt sich um das ehemalige „Teatro degli Intrepidi“, das rund zweitausend Quadratmeter Ausstellungsfläche bietet, die dazu dienen werden, einen detaillierten Lehrpfad durch diese „lebenden Steine von Florenz“ zu schaffen.

Dank der unermüdlichen Arbeit seiner Marmor- und Steinmetze erhält die Opera di Santa Maria del Fiore die Schätze des Domes und sorgt für die Pflege und Wartung des Komplexes der durch den Dom, das Baptisterium, und den Glockenturm gebildet werden.

Die Kuppel von Brunelleschi

Gebildet durch zwei ineinander gesetzte Schalen wurde die achteckige Kuppel 1418-1434, basierend auf dem von Filippo Brunelleschi beim Wettbewerb von 1418 präsentierten Projekt, gebaut. Der Kirchenbau wurde am 25. März 1436 dem Namen Santa Maria del Fiore geweiht, und ist immer noch die größte mit Ziegeln gebaute Kuppel. Der Einzigartigkeit ihrer Architektur und Gestaltung wegen gilt sie heute als der Höhepunkt der Renaissance.

Die Domkuppel ist ein Wunder der Architekturwelt, und ihre Ausführung ist in vielerlei Hinsicht immer noch ein Rätsel. Nie war höher und breiter gebaut worden, und die achteckige Kuppel hält ihr eigenes Gewicht ohne externe Strebepfeiler, und ohne dass das Gemäuer sich spreizt. Die technischen Schwierigkeiten gehören zu den größten, die jemals konfrontiert und überwunden wurden.

Während Ihres Besuchs können Sie die Details dieses Werkes bewundern, es besteigen, und von allen Seiten erleben.

Die Fresken, die die über dreitausend Quadratmeter des Inneren der Brunelleschi Kuppel bedecken, wurden zwischen 1572 und 1579 von Giorgio Vasari und Federico Zuccari gemalt. Mit Darstellungen des Jüngsten Gerichts teilen sie das ikonographische Thema mit dem Baptisterium. Die Fresken in der Kuppel wurden zwischen 1978 und 1994 komplett restauriert.

Glockenturm von Giotto

Giottos prächtiger Glockenturm ist einer der vier Hauptkomponenten der Piazza del Duomo. Reich mit Skulpturen, Reliefs, und buntem Marmor dekoriert, ist er beredtes Zeugnis für das 14. Jahrhundert in der Florentiner Gotik.

Der schlanke Turm erhebt sich auf einem quadratischen Grundriss mit einer Seitenlänge von 14,45 Metern. Gestützt durch vier senkrechte polygonale Strebepfeiler erhebt er sich 84,7 Meter in die Hohe. Diese vier vertikalen Linien, die durch vier horizontale Linien gekreuzt werden, unterteilen den Turm in fünf Ebenen.

Mit weißem, rotem, und grünem Marmor getäfelt wie die Kathedrale, wurde der Bau des majestätische Glockenturms, wahrscheinlich ein eher dekoratives als funktionales Element, von Giotto im Jahr 1334 begonnen. Er gilt als einer der schönsten Italiens.

Beim Zeitpunkt seines Todes im Jahre 1337 hatte Giotto nur die Vollendung des ersten Teils des Projekts gesehen. Nach Giottos Tod wurden die ersten beiden Ebenen von Andrea Pisano Giottos Plänen zufolge abgeschlossen.

Die reiche künstlerische Ausstattung mit hexagonalen und rautenförmigen Basrelieftafeln zeigt das Konzept der universellen Ordnung und die Erlösungsgeschichte. Die Basreliefs beginnen mit der Erschaffung des Menschen und mit der Darstellung seiner Tätigkeiten, der Planeten, die den Lauf seiner Existenz regieren, der Tugenden, die ihn stärken, der freien Künste, die ihn erziehen, und der Sakramente. Die meisten Tafeln werden Andrea Pisano, seinem Sohn Nino Pisano, und Assistenten Andrea Pisanos zugeschrieben. Sechs Tafeln auf der Nordseite sind Luca della Robbia zugeschrieben.

Die Statuen verdienen eine besondere Erwähnung. Auf der zweiten Ebene enthalten die sechzehn Nischen statt Reliefs Statuen der Könige, Sibyllen, der Patriarchen und Propheten von Andrea Pisano. Nanni di Banco und Donatello schufen einige der letzteren, einschließlich der schönen Skulpturengruppe der Opferung Isaaks. Diese Arbeit stellt eine der bedeutendsten Beispiele des Naturalismus in der Skulptur des 15. Jahrhunderts dar. Aus konservatorischen Gründen sind die Originale aller Skulpturen nun im Dommuseum.

Die Arbeiten am Campanile wurden für zwei Jahre von der schrecklichen Pest-Pandemie unterbrochen, von 1348 bis 1350. Aber im Jahre 1359 wurde der Campanile von Francesco Talenti, dem genialen Schöpfer der großen Fenster der oberen Ebene, abgeschlossen. Dem Glockenturm der Kathedrale von Siena nachempfunden, öffnen die Doppelsprossenfenster und die großen, dreifachen Spitzbogenfenster das Gebäude dem Licht, sodass der Bau elegant gotisch erscheint, während die klassische Komposition des Ganzen gewahrt wird.

Mehr als 400 Stufen führen auf die nach außen ragende Dachterrasse, ein Element, das wir Talenti verdanken, der die Pläne Giottos für ein spitzes Dach ablehnte. Diese Panorama-Dachterrasse bietet einen unvergleichlichen Blick auf Florenz und die umliegenden Hügel.

Das Baptisterium San Giovanni 

Architektur und Äußeres
Das Baptisterium San Giovanni ist berühmt für seine achteckige Form. Die ungewöhnliche Struktur ist vollständig mit weißem und grünem Marmor aus Prato verkleidet. Eine Kuppel mit acht Segmenten, die auf den Außenwänden ruht, schließt das Baptisterium ab. Diese Kuppel wurde von außen mit einem abgeflachten, pyramidenförmigen Dach maskiert.

Das Entstehungsdatum dieser faszinierenden und äußerst komplexen Struktur zu datieren, stellte lange eine Herausforderung für die Wissenschaft dar.

Im Mittelalter hielten die Florentiner das Baptisterium für einen heidnischen Tempel, der noch zu Zeiten der Römer in eine Kirche umgewandelt worden war. Und in der Tat – sowohl ein Großteil der Marmortäfelung des Baptisteriums, als auch zahlreiche Fragmente, alte Inschriften und die großen Säulen, die die inneren Türstürze stützen, stammen aus den Ruinen des römischen Florentia, vielleicht aus heidnischen Gebäuden.

Das Baptisterium was wir heute sehen ist eine viel größere Version eines primitiven Baptisteriums aus dem 4. bis 5. Jahrhundert. Ausgrabungen des vergangenen Jahrhunderts haben die Überreste von römischen Bauten sowohl unter dem Baptisterium als auch unterhalb des Domes enthüllt. Mehrere Gitter auf dem Boden lassen das Licht in den unterirdischen Bereich fallen, sodass die Überreste eines römischen Hauses mit seinen geometrischen Mosaikböden sichtbar werden.

Während des frühen 12. Jahrhunderts wurde San Giovanni mit wunderschönem grünem und weißem Marmor verkleidet, anstelle des bisherigen Sandsteins. Die Marmorbuchten der dritten Ordnung und das pyramidenförmigen Dach mit der Laterne wurden vermutlich im mittleren bis späten 12. Jahrhundert hinzugefügt. Im Jahr 1202 wurde die antike halbrunde Apsis mit der heutigen „Scarsella", der kleinen rechteckigen Apsis an der westlichen Fassade, ersetzt. Das Gebäude ist eines der schönsten Beispiele romanischer Architektur in der Stadt. 

Innenraum des Baptisteriums
In der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts wurde das Innere des Baptisteriums mit Marmor ausgekleidet. Diese Tatsache, zusammen mit den monolithischen Säulen und den zwei Sarkophagen, erinnert an die Würde des römischen Pantheons. Der reich dekorierte Boden mit seinen Marmorintarsien im orientalischen Stil mit eleganten Tierkreiszeichen in kühnem Flachrelief, gleicht einem kostbaren orientalischen Teppich.

An der rechten Wand der Apsis können Sie den Sarkophag des Bischofs Ranieri entdecken, der eine Inschrift in Leoninischem Hexameter aus dem Jahr 1113 trägt. Auf der rechten Seite der Apsis befindet sich ein kostbares Werk von Donatello und Michelozzo – das Grab von Baldassarre Cossa, dem Anti-Papst Johannes XXIII, in den Jahren 1421-27 erstellt.

Ein Paar Weihwasserbecken auf kleinen gewundenen Säulen, ein gotischer Kandelaber (einem Nachfolger von Arnolfo zugeschrieben), und ein Taufbecken vom Ende des 14. Jahrhunderts (einem Nachfolger Andrea Pisanos zugeschrieben), vervollständigen die Inneneinrichtung. Das Meiste der ursprünglichen Einrichtung des Baptisteriums, darunter Donatellos Magdalena, sind heute im Museo dell'Opera del Duomo untergebracht.

Die Mosaiken
Die prächtige Mosaikdekoration des Baptisterium-Innenraumes, welche das Innere der Scarsella und die gesamte Kuppel auskleidet, wurde im 13. Jahrhundert begonnen. Sie spiegelt die byzantinische Tradition in schönster Weise. Viele Handwerker arbeiteten an der Schaffung dieses bewegenden und ausdrucksstarken Meisterwerkes - einschließlich unbenannter venezianischer Künstler, sowie auch Jacopo Torriti und vielleicht Vertreter der neuen florentinischen Schule wie Cimabue und Coppo di Marcovaldo.

Die Mosaiken werden von einer großen majestätischen Christusfigur (über 26 Meter Höhe) in der Mitte dominiert. Szenen des Jüngsten Gerichts füllen drei der acht Segmente der Kuppel. Die oberen horizontalen Register der fünf verbleibenden Segmente zeigen die Geschichten von Johannes dem Täufer, dem Schutzpatron von Florenz, und Geschichten von Christus und Maria, Joseph, und der Genesis. Das höchste Register in der Mitte der Kuppel zeigt Darstellungen der himmlischen Hierarchien.

Die Bronzeportale
Unter der Schirmherrschaft der reichen Calimala Zunft (Wollhändler) wurde das Baptisterium auch mit drei Bronzeportalen verschönert. Das Baptisterium verdankt ihnen seinen Ruhm – und das zu Recht, da sie den unübertroffenen Höhepunkt der Gotik und Renaissance-Skulptur in Italien bilden.

Das älteste Portal, an der Südseite des Baptisteriums, war ursprünglich im Osten - es wurde im Nachhinein mit dem Portal von Lorenzo Ghiberti ersetzt, welches unter dem Namen „Paradiespforte“ bekannt ist. Der Auftrag ging ursprünglich an Bildhauer Andrea Pisano, der es zwischen 1330 und 1336 schuf. Seine zwanzig oberen Tafeln zeigen Episoden aus dem Leben Johannes des Täufers, während die restlichen acht die christlichen Tugenden porträtieren. Der sie einrahmende Fries wurde von Vittorio Ghiberti, Sohn von Lorenzo Ghiberti, in der Mitte des 15. Jahrhunderts gemeißelt. Die bronzene Figurengruppe auf dem Sturz stellt Johannes den Täufer, seine Hinrichtung, und Salome dar, und ist von Vincenzo Danti (1570).

Das Nordportal war das nächste in der Entstehung. Es diente als Prüfstand für den Wettbewerb im Jahre 1401, der von Lorenzo Ghiberti gewonn wurde, und zur Niederlage von verschiedenen Künstlern, darunter Brunelleschi und Jacopo della Quercia, führte.

Im Wesentlichen angelegt wie das Südportal, zeigen die zwanzig oberen Platten Szenen des Neuen Testaments, während die acht unteren Platten die Evangelisten und die vier Kirchenväter zeigen. Die Flügel von Lorenzo Ghiberti sind mit Geschichten aus dem Leben Christi geschmückt, während der Sturz von Giovan Francesco Rustici Johannes den Täufer bei der Predigt zeigt. Das Wappen der Wollhandler ist oberhalb des Fensters dargestellt: es zeigt den Calimala Adler, der Stoffballen in den Krallen hlt.

Das Osttor ist das vollständig im Zeichen der Renaissance stehende Meisterwerk von Ghiberti und seine Assistenten, darunter Luca della Robbia. Bei dem Anblick des Portals soll Michelangelo gesagt haben, dass dies wohl das Tor zum Paradies sei - und es wird seitdem so genannt.

Ghiberti und seine Werkstatt erhielten den Auftrag für das Portal ohne Konkurrenz. Es weicht von der Aufteilung der anderen beiden Portalen dadurch ab, dass es nur aus zehn große Tafeln besteht. Diese zeigen Szenen aus dem Alten Testament und sind nicht mehr von einem gotischen Fries umgrenzt. Ghiberti und seine Assistenten wählten stattdessen neue Lösungen, und verwendeten Donatellos „stiacciato" Technik (minimal erhöhtes Flachrelief). Die Skulpturen über dem Portal (1502), sind von Andrea Sansovino und Innocenzo Spinazzi.

Auf beiden Seiten der Paradiespforte sind zwei Säulen aus Porphyr, ein Geschenk der Stadt Pisa an Florenz zum Dank für im Jahre 1117 gegen Lucca gegebene militärische Hilfe.

Die archäologische Stätte der Krypta von Santa Reparata

Eine große Ausgrabungskampagne, die unter der Kathedrale Santa Maria del Fiore zwischen 1965 und 1972 durchgeführt wurde, hat die Überreste der antiken Basilika Santa Reparata, konkretes Zeugnis des frühen Christentums in Florenz, zutage gebracht. Nachweise für das frühe Christentum in Florenz umfassten vor dieser Zeit die Ausgrabungen von Santa Felicita, einige Notizen über die Kathedrale von San Lorenzo, und einige Grabsteine und Sarkophage, aber sonst wenig.

Heute ist die antike frühchristliche Basilika von Florenz, die mehrmals restauriert wurde, und auch für die Sitzungen des Parlaments der florentinischen Republik vor dem Bau des Palazzo Vecchio verwendet wurde, der Öffentlichkeit zugänglich.

Santa Reparata gehört zu den größten frühchristlichen Komplexen von Tuscia – der historischen Region, die die südlichen Gebiete unter etruskischem Einfluss, einschließlich der gesamten Region der Toskana, einem großer Teil Umbriens, und der nördlichen Teilen von Lazio, besteht. Santa Reparata ist vor dem Baptisterium positioniert, acht Meter nach vorne in Bezug auf die heutige Kathedrale.

Der erste Santa Reparata muss offen und hell gewesen sein, mit eleganten Bögen und Marmorsäulen, ähnlich wie San Apollinare Nuovo in Ravenna. Sie hatte ein Hauptschiff und zwei Seitenschiffe. Kolonnaden begrenzten das Kirchenschiff und trennten die Chorapsis und den Kultusbereich von dem für die Öffentlichkeit bestimmten Raum. Der zentrale Mittelgang wurde für die Kommunion erweitert. Der erste Kirchenbau entstand vermutlich, um den Sieg der christlichen Truppen über Ostgotenkönig Radagasius zu feiern, im Jahre AD 405.

Santa Reparata wurde später während der karolingischen Epoche, nachdem sie Schaden während des Kriegs gegen die Goten erlitten hatte, rekonstruiert. Santa Reparata behielt seinen ursprünglichen Grundriss mit dem Zusatz zweier seitlicher Kapellen im Apsisbereich, einer kleinen Krypta, und eines neuen Bodens. Man kann sich diese zweite Version ähnlich wie die Abtei von Pomposa in Ferrara aus der gleichen Zeit vorstellen.

Die Jahre 1050-1106 markieren den Bau eines neuen erhöhten Chores und einer neuen Krypta, in der die Gebeine des Heiligen Zenobius aus der antiken Kathedrale von San Lorenzo im 9. Jahrhundert verlagert worden waren. Sie wurden dort bis in die 1440er Jahre bewahrt, um dann in die neue Kathedrale Santa Maria del Fiore überführt zu werden.

Schrittweise Pflege und Renovierungen haben Santa Reparata bis zu ihrem endgültigen Abriss im Jahre 1379, um Platz für die neue Kathedrale zu machen, erhalten. Ein Bild von Santa Reparata zu dieser Zeit kann man heute in einem Fresko des Museo del Bigallo della Madonna della Misericordia sehen.

Die heutigen Ausgrabungen liefern also den archäologischen Beweis dafür, dass die Überreste von vier Kirchen unter dem heutigen Dom liegen. Zwischen dem ersten und dem zweiten Pfeiler auf der rechten Seite des Kirchenschiffes im Dom liegt die Treppe, die zu den Ausgrabungen der antiken Kathedrale fuhrt. Der seit dem Jahre 1974 der Öffentlichkeit zugängliche große Bereich enthält zahlreiche Reste der Wände und Böden der Häuser der römischen Stadt Florentia. Der Boden trägt die lateinischen Namen der vierzehn Spender, die den Bau finanzierten.

Der Boden ist von einem wunderschönen vielfarbigen Mosaik mit geometrischen Verzierungen (darunter das Motiv des Kreuzes) bedeckt, und ist darin dem Dom von Aquileia ähnlich. Im Zusammenhang mit dem Boden ist ebenfalls ein schöner Pfau, Symbol der Unsterblichkeit, erwähnenswert – eines der wenigen verbliebenen figurativen Elemente.

Das Florentiner Fresko aus dem 14. Jahrhundert, das die halbkreisförmige Wand der Apsis zur Rechten schmückt belegt, dass Santa Reparata den Florentinern sehr lieb war: Diese Arbeit eines Malers im Stile Giottos stammt aus der Mitte des 14. Jahrhunderts – einem Zeitpunkt, zu dem die Kirche zur Zerstörung verurteilt und bereits in die neue Kathedrale eingefügt worden war.

Unter den zahlreichen Grabsteinen findet sich der wunderschönen Stein von Lando di Giano, Kaplan von Santa Reparata, der im Jahre 1353 starb, sowie der Grabstein von Niccolò Squarcialupi aus dem Jahre 1313, und der von Giovanni Di Alamanno de' Medici, der im Jahre 1352 starb. Santa Reparata beherbergt vielleicht sogar die Gräber von zwei Päpsten: Stephan IX. und auch Nikolaus II., Bischof von Florenz im Jahr 1058. Im Zuge der Ausgrabungskampagne wurde auch das Grab von Filippo Brunelleschi gefunden, während jedoch keine Spur bleibt von den Gräbern Giottos, Arnolfo di Cambios, oder Andrea Pisanos, die der Tradition zufolge sicher auch hier begraben wurden.

Vollpreis Tickets

Ermäßigungen:

  • FAI-Mitglieder
  • Kinder von 6 bis 11 Jahren

* Bitte beachten Sie: Es gibt Stichproben auf den Kauf von Tickets zum reduzierten Preis

Freier Eintritt (nur DIREKT an der Tageskasse):

  • Kinder unter 6 Jahren
  • 1 Freikarte pro Lehrer oder Gruppenleiter mit Schulklasse, je 10 Schüler
  • 1 Freikarte pro Gruppenleiter mit Gruppen zu je 20 Personen
  • Polizei, Zugang aus Dienstgründen
  • Journalisten mit Mitgliedskarte der ausländischen Presse in Italien, Mitglieder des Nationalen Italienischen Journalisten Ordens oder mit spezieller Genehmigung der Opera di Santa Maria del Fiore
  • Personen mit Behinderung (ihre Betreuer erhalten freien Eintritt nur falls ihre Anwesenheit unerlässlich ist)
  • ICOM / ICOMOS Mitglieder
  • Offizieller Fremdenführer in Florenz
  • Priester, Mönche und Nonnen

WARNUNG:Ohne Vorlage des ausgedruckten Gutscheins oder Ticket kann der Eintritt verweigert werden. Eine Kopie des Bestellformulars oder der Ausdruck der Bestätigungs-E-Mail gibt nicht das Recht, eingelassen zu werden. Es gibt keine Ausnahmen zu dieser Regel.
technische Organisation Opera di S. M. del Fiore di Firenze Provided by Opera di S. M. del Fiore di Firenze
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