Engelsburg - Castel Sant'Angelo

Grabmal, prächtige Renaissance-Residenz, Museum - die Engelsburg verkörpert die Geschichte der Ewigen Stadt perfekt ...

€ 16,00

Übersicht

Adresse: Lungotevere Castello 50, Rom.

Die Engelsburg (Castel Sant'Angelo) – Ausgrabungsstätte und Museum, mit einer Vergangenheit als Festung, Gefängnis und päpstliche Residenz – ist einer der wichtigsten Schauplätze der römischen Geschichte und von großem künstlerischen und historischen Wert. Das nationale Museum Castel Sant'Angelo beherbergt zahlreiche Sammlungen - einschließlich von Einrichtungsgegenständen, kostbaren Skulpturen und Gemälden - die der breiten Öffentlichkeit weitgehend zugänglich sind. Zu den Sammlungen gehören auch wertvolle Renaissance-Keramik sowie Fragmente monumentaler Skulpturen der römischen Ära, die aus dem Grab des Hadrian im Laufe der Jahre während zahlreicher Ausgrabungen und Restaurierungen ans Licht gebracht worden sind.

Um 123 n. Chr. als Grabstätte für Kaiser Hadrian und seine Familie gebaut, hatte die Engelsburg ein ungewöhnliches Schicksal. Während die meisten anderen römischen Denkmäler hinweggefegt, zu Ruinen reduziert oder als „Steinbrüche" für neue, moderne Gebäude verwendet worden sind, ist die Engelsburg – durch eine ununterbrochene Reihe von scheinbar nahtlos ineinander übergehenden Entwicklungen und Veränderungen hin – seit fast zweitausend Jahren Zeuge des Schicksals und der Geschichte Roms.

Engelsburg (Castel Sant'Angelo)

Um 123 n. Chr. als Grabstätte für Kaiser Hadrian und seine Familie erbaut, wurde das Gebäude später die dynastische Familiengruft für die Antonini Familie (mit den Kaisern Aurelian und Honorius). Das imposante Bauwerk wurde in die Mauern Roms eingebunden und verwandelte sich in eine Art Festung für die Verteidigung der Stadt - daher die Bezeichnung Castellum. Im frühen Mittelalter galt die legendäre Vision des Erzengels Michael, der das Schwert auf dem Dach ablegte, als Beweis für das Ende der Pest und gab dem Bau seinen neuen Namen – Castel Sant'Angelo (Engelsburg).

Die Nähe zum Petersdom, die strategische Lage am Nordeingang der Stadt sowie der unnahbare und monumentale Baukörper machten Castel Sant'Angelo zum Zentrum der politischen Interessen. Im Jahre 1367 wurde das Schicksal der Burg besiegelt als Papst Urban V die Schlüssel des Schlosses als Voraussetzung für die Rückkehr der päpstlichen Kurie nach Rom verlangte.

Seitdem sind durch viele architektonische Interventionen neue Abschnitte hinzugefügt worden. Einige von ihnen - wie z.B. der Bau der Bastionen und der fünfeckigen Mauern - passten das Gebäude an die neuen Verteidigungsanforderungen an. Andere dienten dazu, die Kurie zu befriedigen, die Wert darauf legte, dass die Engelsburg den Eindruck einer wahren königlichen Residenz erweckte, für Papst Paolo III Farnese (1534-1549).

In neuerer Zeit war die Burg als politisches Gefängnis genutzt worden und umbenannt auf Forte Sant’Angelo; 1925 wurde sie zum Nationalmuseum.

Das Museum wurde offiziell im Jahre 1911 für die Weltausstellung gegründet. 1926 wurde es zum Museum für Skulptur und Angewandte Kunst. Zur gleichen Zeit wurden einige Werke, die bereits durch Engelsburg gekauft worden waren, nach Palazzo Venezia gebracht, wo sich das Museum für mittelalterliche Geschichte und die Geschichte Roms befand.

Im Jahre 1916 spendete Mario Menotti, ein römischer Sammler, eine Sammlung von Gemälden und Dekorationen für den Amor und Psyche Saal (einschließlich des berühmten Heiligen Hieronymus von Lorenzo Lotto) um eine päpstliche Kammer im Renaissance Stil zu rekonstruieren. 1928 machten Alessandro und Vittoria Contini Bonacosi eine ähnliche Spende um andere Räume der päpstlichen Wohnungen auszustatten.

Die Einrichtung und Gestaltung des Museums ist auf Mariano Borgatti, dem ersten Direktor der Engelsburg zurückzuführen. Die Militärverwaltung brachte eine reiche Sammlung von antiken und modernen Waffen (derzeit hauptsächlich in Lagerung) und historische militärische Antiquitäten, die fast alle in das Vittoriano gebracht worden sind. Die militärische Präsenz wurde bis in die 1970er Jahre im Museum gehalten, danach schlug es eine neue Richtung ein mit größerer Aufmerksamkeit auf Verzierungen und Fresken, die zwischen 1979 und 1981 restauriert wurden. Eine neue Sammlung von Keramiken aus dem 15. bis 18. Jahrhunderte sowie eine interessante Kollektion von mittelalterlichen und modernen Skulpturen wurden ebenfalls zu den Sammlungen des Museums hinzugefügt.

Das Museum wurde dann durch einen der Geschichte des Castel Sant'Angelo gewidmeten Raum bereichert. Die in den Räumen von Alexander VI beherbergte Ausstellung umfasst eine Reihe von Radierungen, Lithografien und Bauzeichnungen, die die verschiedenen historischen Phasen der langen Geschichte des Denkmals veranschaulichen. In vier Abschnitte unterteilt wird die Geschichte der Engelsburg durch historische Lithografien, Panoramen und Modellrekonstruktionen des Denkmals sowie durch die Fantasie von Künstlern und Architekten der Renaissance erzählt - vom Bau bis ins 19. Jahrhundert.

Vom Grabmal zum befestigten Vorposten, vom dunklen Verlies zum schrecklichen Gefängnis während des Risorgimento, von prächtiger Renaissanceresidenz zum heutigen Museum - mit ihren feierlichen, starken Mauern und prächtig bemalten Räumen verkörpert die Engelsburg die Geschichte der Ewigen Stadt und verknüpft die Vergangenheit untrennbar mit der Gegenwart.

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Montags, sowie am 25. Dezember und am 2. Januar geschlossen.

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  • Die Gefängnisse, der ­Passetto-Gang und die Stufetta von Clemens VII. können zu besonderen Anlässen oder auf schriftliche Anfrage an die Verwaltung nach deren Ermessen besichtigt werden.
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