Private Führung: Ehemaliges jüdisches Ghetto

Ihr erfahrener Reiseleiter bringt Sie an verschiedene Orte, die die reiche Geschichte der jüdischen Gemeinde in Rom reflektieren.

Übersicht

Entdecken Sie die Geschichte des ehemaligen jüdischen Ghettos von Rom. Folgen Sie Ihrem privaten Führer in einem faszinierenden Stadtrundgang von der Tiberinsel über den Portikus der Octavia zur Piazza Campitelli und zur Piazza Margana fuhrt, die Krypta Balbi und die Piazza Delle Cinque Scole erkunden wird, um am Monte de' Cenci zu enden.

Ihre Führung wird von einem Experten in Geschichte oder Kunstgeschichte, Archäologie oder Architektur geleitet, der ihnen die Geschichte des jüdischen Viertels näher bringen wird.

 

> Führung auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch oder Portugiesisch - mit vielen weiteren Sprachen auf Anfrage

> ­Die Führung beginnt am Treffpunkt auf der Tiberinsel

> Dauer: 2 Stunden

> Führung stündlich von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr, von Dienstag bis Sonntag

> Führung muss mindestens 2 Wochen im Voraus reserviert ­werden

 

Eintrittskarten für das Crypta Balbi sind nicht enthalten; Sie können sie hier reservieren.

Route

Das jüdische Ghetto von Rom wurde einem päpstlichen Erlass zufolge im Sommer 1555 gegründet. Es nötigte die römische jüdische Gemeinde – damals ca. 2000 Menschen – im Ghetto zu leben. Der Bereich des Ghettos befand sich in einem häufig von Überschwemmungen heimgesuchten Gebiet nahe der Tiberinsel. Dieser historisch hochinteressante Teil von Rom befindet sich auch heute noch zwischen der Via del Portico-d'Ottavia, dem Lungotevere dei Cenci, der Via del Progresso und der Via di Santa Maria del Pianto und dem Theater des Marcellus.

Das päpstliche Dekret zwang die jüdische Bevölkerung Roms nicht nur, in dem abgegrenzten Bereich zu leben, sondern legte ihr auch eine Vielzahl von weiteren Einschränkungen auf: Mitglieder der jüdischen Gemeinde durften keinen Grund und Boden besitzen, sie durften Christen nicht ärztlich behandeln und eine obligatorische katholische Predigt war Bestandteil des jüdischen Schabbats. Trotz alledem begrüßten Teile der jüdischen Gemeinschaft die Schaffung des Ghettos in der Hoffnung auf Schutz vor Antisemitismus und Assimilation.

Das Ghetto hatte zunächst zwei Tore, ein ­drittes wurde im 16. Jahrhundert hinzugefügt und da das Ghetto sich ausbreitete, wuchs die Zahl der Tore auf acht. Die Tore wurden im Morgengrauen geöffnet und jeden Abend geschlossen - eine Stunde nach Sonnenuntergang zwischen November und Ostern, zwei Stunden nach Sonnenuntergang im weiteren Verlauf des Jahres.

Ihre Führung durch den Bereich des ehemaligen römischen Ghettos umfasst verschiedene Orte, die die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Rom spiegeln sowie die Tatsache, dass Roms reiche Geschichte niemals von nur einem Gesichts- oder Zeitpunkt aus betrachtet werden kann.

 

Tiberinsel

Der Tiberinsel ist durch zwei Brücken mit dem Festland verbunden – die ­erste ist die Cestio Brücke, die im Jahre 46 v. Chr. von Lucio Sestio errichtet und im 19. Jahrhundert unter Verwendung der ursprünglichen Steine wieder aufgebaut wurde. Die zweite ist die Fabricio Brücke, auch bekannt als die „Brücke der vier Köpfe" (Ponte dei Quattro Capi), der mit zwei doppelten Köpfen bestückten Janusstatue wegen. Im Jahre 62 v. Chr. von Lucio Fabricio errichtet, wurde die Brücke im Mittelalter als „Brücke der Juden" bekannt, da sie in das jüdische Ghetto von Rom führte.

 

Portikus der Octavia

Im Laufe der Zeit wurde der Portikus der Octavia Wahrzeichen des Ghettos, obwohl er auf das 2. Jahrhundert v. Chr. zurückgeht. Er wurde von Kaiser Augustus zu Ehren seiner Schwester Octavia errichtet. Einst kulturelle Hochburg des antiken Roms, beherbergt das Gebiet eine Vielzahl von herrlichen Statuen. Unter diesen hat der berühmte Bildhauer Lisippus 34 Reiterstatuen von Alexander und seinen Generälen in Bronze gegossen. Hier war auch die erste öffentlich ausgestellte Statue einer Frau zu sehen – die Bronzestatue der Cornelia, Mutter der Gracchen.

Nach dem 10. Jahrhundert wurden der Portikus und das Theater des Marcellus Zentren für Kommerz und Handwerk, viele davon wurden von Juden verwaltet, die hier hergezogen waren, um der zunehmenden Verarmung des Stadtteils Trastevere zu entkommen. Hier wurden sie von mächtigen römischen Familien geschützt - von den Mattei, den Cenci und den Pierleoni.

Eines der bittersten Ereignisse der jüngsten Geschichte fand im römischen Ghetto statt: in der Nacht des 16. Oktober 1943 wurden 1000 Männer, Frauen und Kinder von den Nazis zusammengetrieben und deportiert. Nur 16 dieser Menschen sind aus den Konzentrationslagern zurückgekehrt.

 

Piazza Campitelli

Bis 1871 wurde dieser Platz Piazza di Santa Maria in Campitelli genannt, nach der gleichnamigen Kirche. Davor wurde er Piazza Capizucchi genannt, nach dem Palast, den diese römische Familie hier hatte. Die Kirche wurde von Papst Alexander VII zur Feier der Überwindung der Pest im Jahr 1659 auf den Ruinen eines älteren, im Jahre 1217 geweihten Gotteshauses errichtet. Auf diesem Platz werden Sie Näheres über drei seiner Paläste erfahren - Palazzo Cavaletti, Palazzo Albertoni Spinola und Palazzo Capizucchi.

 

Piazza Margana

Der rund um die Ruinen eines Turms entwickelte Häuserkomplex entstand zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert und gehörte der mächtigen Familie Margani. Die Ursprünge dieser edlen römischen Familie stammen aus dem 12. Jahrhundert.

 

Die Krypta Balbi

Ursprünglich war die Krypta Balbi ein großer Hof, der zum Theater gehörte, das Lucio Cornelio Balbo für Augustus am Ende des ersten Jahrhunderts nach Christus erbauen ließ. Heute illustriert die Krypta Balbi die Entwicklung der römischen Gesellschaft und des Stadtbildes von der Antike bis zur Neuzeit. Zwanzig Jahre Ausgrabungsaktivität haben eine Reihe von Umbauten und diverse Verwendungen der Struktur offenbart.

Aus den Ausgrabungen auf dem Gelände gewonnene Artefakte wie Keramik-Objekte und Werkzeug sind hier ausgestellt, sowie Teile der Sammlungen des Römischen Nationalmuseums. Einige an der Ausgrabungsstelle in der Nähe des Theaters gefundene Objekte sind der Öffentlichkeit erst vor Kurzem zugänglich gemacht worden. Es ist auch möglich, den Keller, wo man die eigentliche Krypta und die historischen Schichten der Gebäudestruktur sehen kann, zu besichtigen.

 

Piazza Mattei und Hof des Palazzo Mattei-Caetani

Eines der Tore des Ghettos befand sich am Ende der Via della Reginella. Diese Straße ist ein für das Viertel charakteristischer Straßenzug und endet auf der Piazza Mattei, benannt nach einer der wichtigen Familien des mittelalterlichen Roms. Die Mattei kontrollierten die Tiberinsel und hatten so Hegemonie über das gesamte linke Ufer. Diese Familie nutzte das Gelände und Material des Balbus-Theaters, um eine Reihe von Bauten zu errichten, die in der Mitte des 16. Jahrhunderts die Isola Mattei („Mattei-Insel”) genannt wurde.

Gebäude wie diese waren Kennzeichen großer Wirtschaftsmacht. Die Familie setzte Erfahrung und Fähigkeit der jüdischen Bevölkerung ein, um diese Gebäude zu konstruieren - und im Gegenzug bot sie ihnen jeglichen Schutz. Einer der elegantesten Brunnen Roms befindet sich im Zentrum dieser Piazza – der Schildkröten-Brunnen (Fontana delle Tartarughe). Der Brunnen selbst wurde von Giacomo della Porta gestaltet, am Ende des 16. Jahrhunderts, aber es war Bernini, der im Jahre 1658 die Schildkröten hinzugefügte.

 

Piazza delle Cinque Scole

Der Name stammt vom Palazzetto delle Cinque Scale (fünf Treppen = cinque scale und cinque scole = fünf Synagogen), der hier stand und beim Wiederaufbau verschwand. Zur Zeit des Ghettos untersagte das Gesetz, mehr als eine Synagoge zu haben, unabhängig von der Anzahl der Menschen und von ihrem Ursprung. Die jüdische Gemeinde umging diese Schwierigkeit dadurch, dass sie in einem einzigen Palast mehrere Orte der Anbetung für die verschiedenen Gruppen aus Katalonien, Aragon, Sizilien und anderen Herkunftsgemeinden schuf.

 

Monte Cenci

Monte Cenci ist ein kleiner künstlicher Hügel, der aus den Ruinen des Theaters des Cornelius Balbus besteht. Hier bauten zuerst die Crescenzi, dann die Cenci ihre Burgen. Die Seite in Richtung Piazza delle Cinque Scole mit der Kapelle von San Tommaso entstand im Jahre 1575, während die Seite in Richtung der heutigen Via Arenula einige Ergänzungen aus dem 18. Jahrhundert zeigt.

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